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3 Fehler bei deiner Ernährungsumstellung

Autorenbild: Alisia Schrieder
Alisia Schrieder
15. Feb. 2025
4 Min. Lesezeit

Und wie du es besser machst!


Wer kennt es nicht: Die Vorsätze, jetzt endlich gesünder zu essen. Die Ernährung komplett umzukrempeln und endlich dem Ideal entsprechen, was man sich in den Kopf gesetzt hat. Sich endlich wohler mit dem fühlen, was man isst. Schon mal den ein oder anderen Gedanken in der Richtung gehabt? Dann geht es dir wie vielen anderen. Und ganz oft scheitern solche Vorhaben auch. Wahrscheinlich öfter, als man denkt.


Aber wo liegt der Fehler? Schon in den ersten paar Sätzen verstecken sich gleich zwei der drei Fehler, um die es heute geht.


Alles oder nichts

Wenn schon eine Umstellung, dann am besten alles auf einmal. Entweder richtig oder gar nicht, nicht wahr? Nicht unbedingt! Denn oftmals ist dieser große Schritt viel zu überfordernd. Man findet sich in den ganzen Veränderungen nicht zurecht, muss viele Gewohnheiten gleichzeitig ablegen oder umwandeln und weiß irgendwann nicht mehr wo hinten und vorne ist. Kein Wunder: Haben wir doch so lange in diesen Verhaltens-mustern gelebt.


Und genauso wie diese Muster nicht von heute auf morgen entstanden sind, können sich neue Verhaltensweisen nicht von jetzt auf gleich etablieren. Das braucht Zeit und Geduld. Besser ist es also, sich zwar ein großes (aber dennoch realistisches) Ziel zu setzen, dieses aber in kleinere Zwischenziele zu zerlegen, die man dann etappenweise erreichen kann. So sind die Umstellungen zum einen nicht extrem, zum anderen feiert man auf dem Weg immer wieder kleine Erfolge. Und das motiviert ungemein!


Falsche Ideale

Ab morgen esse ich so wie sie! Denn sie hat eine super Figur und wenn ich auch so esse, werde ich auch so aussehen. Tut mir leid, wenn ich dich da enttäuschen muss, aber das ist ein großer Trugschluss. Das gleiche gilt übrigens fürs Trainieren. Auch wenn du das-selbe Training wie Person XY ausführst, du wirst nie so aussehen, wie sie. Warum?

Weil wir alle andere Voraussetzungen (körperlich, sozial, mental, usw.), Bedürfnisse und Vorlieben haben. Was bringt es zum Beispiel, ein Training durchzuziehen, dass dir keinen Spaß macht? Dinge zu essen, die dir eigentlich nicht schmecken? Und die deinen körper-lichen Bedürfnissen vielleicht auch gar nicht gerecht werden?


Denk mal darüber nach. Unsere Körper sind keine Maschinen, die bei einem kalkulierten Input ein entsprechend einheitliches Output liefern. Ganz im Gegenteil. Unser Stoffwechsel läuft zwar in den Grundzügen ähnlich, aber trotzdem bei jedem von uns etwas anders ab. Je nach Geschlecht, Größe, Gewicht, genetischen Faktoren, unserem Alltag und noch mehr gibt es Unterschiede. Und so können zwei Personen genau das gleiche essen und dasselbe Training durchführen, sie werden trotzdem anders aussehen.


Deshalb: Die Ernährungsumstellung muss zu DIR passen und DEINEN Bedürfnissen und Vorlieben gerecht werden. Du musst also deinen eigenen Weg finden. Ernährung ist so individuell, aber das ist auch eine schöne Sache. Wäre ja irgendwie langweilig, wenn alle das gleiche gut finden, oder? Schau also, was sich für dich realistisch anfühlt und vergiss den Genuss dabei nicht. Denn nur dann wirst du Veränderungen auch langfristig beibe-halten können.


Verbote & Verzicht

Ab heute keine Schokolade mehr; zu viel Fett darf es auch nicht sein; und Fast Food? Nee - nie wieder! Wenn du mit einem solchen Mindset in die Umstellung startest, dann kann ich dir schon vorab verraten, dass du daran scheitern wirst. Wieso ich mir da so sicher bin? Weil keiner Verbote toll findet und langfristig auf Dinge verzichten möchte, die einem schmecken.


Deswegen nimm lieber diesen Ansatz: Anstatt zu überlegen, was du alles weglassen solltest, denke lieber darüber nach, was du zu deiner Ernährung hinzufügen kannst. Zum Beispiel mehr Vollkornprodukte; mehr Obst und Gemüse; oder mehr Hülsenfrüchte. Auch öfter mal eine Mahlzeit ohne Ablenkung genießen, oder neue Lebensmittel ausprobieren sind erstrebenswerte Mini-Ziele. Und machen definitiv mehr Spaß, als Dinge vom Speiseplan zu streichen.


Ein guter Nebeneffekt: Isst du dich an gesunden, ausgewogenen Mahlzeiten satt (also vollwertige Kohlenhydrate, gesunde Fette und v.a. pflanzliches Eiweiß), dann nehmen Dinge wie Schokolade, Fast Food und Co. automatisch einen kleineren Teil deiner Ernäh-rung ein. Du musst natürlich nicht ganz darauf verzichten. Vergiss nicht: Essen ist immer auch Genuss und hat eine soziale Komponente! Aber es ergibt schon Sinn, solche Dinge nicht im Übermaß zu essen, da ein Zuviel an Lebensmitteln mit hohem Salz-, Zucker- und/oder Fettgehalt zu gesundheitlichen Problemen führen können (falls wir hier noch-mal tiefer rein gehen sollen, schreib es gerne in die Kommentare!). Es heißt also, die Balance zu finden. Dauert vielleicht manchmal, aber ist absolut umsetzbar.


Ich hoffe, dir konnten diese Tipps weiterhelfen und vielleicht auch die Augen öffnen und Verhaltensweisen an dir erkennen, die dir vorher noch gar nicht so aufgefallen sind. Um dein Ernährungsverhalten genauer zu beobachten, kannst du auch mal für ein paar Tage ein Ernährungstagebuch führen. Dabei decken sich oft Muster auf, die man so vorher noch gar nicht bewusst wahrgenommen hat! Bei Interesse schreibe mir gerne eine Nachricht!


PS: Bei mir gibt's übrigens jeden Tag Schokolade. JEDEN Tag! Eine gesunde Balance ist definitiv machbar und meine Ernährung macht mir mittlerweile richtig Spaß. Dahin kannst du auch kommen! :)




 
 
 

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